Zu Gast bei den “Schildbürgern”…

… waren die Damen am vergangenen Samstag. Der heimische TSV Schildau lud zum Heimspieltag und neben der SG Adelsberg folgten die jungen Damen vom SSV Lichtenstein dem Ruf aus der Ferne. Nachdem eine Woche zuvor das Nachwuchsteam aus Lichtenstein mit 3:2 die Oberhand behielt, konnte sich diesmal der TSV 2 Punkte mit einem 3:2-Sieg sichern. Schon während dieses Spiels wurde nach und nach klar, welchen Stellenwert der Volleyball bei den heimischen Spielerinnen und dem anwesenden Publikum hat. Nicht immer sachlich und fachkundig wurde der Ton rauer und die Stimmung merklich aufgeheizter. Schiedsrichterin Babsi hatte alle Hände voll zu tun und musste sich dabei allerlei reklamierenden Spielerinnen erwehren. Liebe Schildauer, die jungen Damen, die sich bereiterklären das Schiedsgericht zu übernehmen, sind nicht bösartig oder hinterlistig und geben ihr Bestes. Fehler passieren und sollten nicht mit wütendem Rumspringen, Schreien, Ball Wegschlagen oder ähnlichem quittiert werden. Das Stellen des Schiedsgerichts ist ein freiwilliger Dienst für das eigene Team, für den die Spielerinnen nach solchen Spielen deutlich schwieriger zu motivieren sind.

Nun zum Spielgeschehen: Ins entfernte Schildau reisten neben dem Trainergespann 10 einsatzwillige und -bereite Spielerinnen. Im ersten Satz schickte Trainer Klaus Anna und Andrea im Außenangriff, Franzi auf Diagonal, Mare und Yvonne im Mittelblock, Babsi als Zuspielerin und Libera Anita aufs Spielfeld. Über weite Strecken des ersten Durchgangs boten die Damen aus Chemnitz eine ordentliche Vorstellung. Besonders in der Angriffsicherung und der Feldabwehr zeichneten sich alle Spielerinnen durch starken Einsatz aus. Blöd nur, dass die Heimmannschaft ebenfalls keinen Ball auf den Boden fallen lies und in den entscheidenden Momenten einfach abgeklärter agierte. Zeigten die Adelsbergerinnen häufig spektakuläre Angriffaktionen, folgte stets ein einfacher Fehler. Der Gegner nutzte diese rigoros aus und gewann folgerichtig mit 25:19.

Im zweiten Satz wurden die Fehler minimiert. Im Satzverlauf wurde Babsi durch Caro ersetzt, wodurch die Mannschaft neue Impulse bekam. Durch eine konzentrierte Leistung wurde das Ergebnis des ersten Satzes gedreht und somit ging dieser Durchgang mit 25:19 nach Chemnitz. Ab Satz drei wurde die Stimmung in der Halle wiederum deutlich lauter und angespannter. Trotz deutlicher Proteste und Beschwerden behielt das junge Lichtensteiner Schiedsgericht stets einen kühlen Kopf und wirkte zu jeder Zeit souverän. Dies trifft jedoch nicht auf die Damen der SG Adelsberg zu. Die beiden folgenden Sätze wurden zu einem Spiegelbild des 1. Spielabschnitts und so mussten sie sich mit 25:20, 25:19 und damit insgesamt mit 3:1 geschlagen geben.

Es war kein schlechtes Spiel und schon gar kein schlechter Gegner. Schildau agiert mit einer Mischung aus Erfahrung, Wille und Können und steht nicht unverdient oben in der Tabelle der Sachsenklasse West. Minimieren die Damen der SGA allerdings die Eigenfehlerquote und erhalten über den gesamten Spielverlauf die Konzentration aufrecht, wären auch in Spielen gegen die Ligaspitze Punkte machbar. Vielleicht gelingt dies ja schon am folgenden Samstag beim Staffelfavoriten aus Burgstädt.

Für die SG Adelsberg traten an: Andrea, Angelika, Anita, Anna, Babsi, Caro, Franzi, Julia, Mare und Yvonne

 

Noch kurz ein kleiner Regelexkurs für den wütenden Herren auf/vor der Schildauer Bank:
Regel 5.3.1 Der Trainerassistent sitzt auf der Mannschaftsbank, hat aber nicht das Recht, in das Spiel einzugreifen.

 

geschrieben von: Hendrik

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