Twelve in a Row

Die SG Adelsberg wahrt auch im 2. Spiel der Sparkassen Sachsenliga ihre weiße Weste und schlägt die Lok aus Engelsdorf in einem umkämpften Spiel mit 3:0. Mit diesem Sieg wurde die eigene Serie auf nunmehr 12  Siege am Stück ausgebaut. In diesen 12 Spielen wurde kein einziger Tabellenpunkt an die Gegner vergeben und lediglich 2 Sätze verloren.

Angekommen in Engelsdorf, erwartete die Sportler und Zuschauer eine bestens präparierte Sporthalle. Hier war die Bundesliga aus vergangenen Tagen noch spürbar: Hallensprecher, Catering, musikalische Untermalung, Bälle für die Gäste – es fehlte an nix. Wie in den meisten Spielen in der Aufstiegssaison war eine Prognose zum Spielausgang schwer, da beide Teams im Sommer gute Verstärkungen akquirieren konnten. Die Gastgeberinnen hatten bisher einen 3:1 Sieg gegen den DSC II und eine 2:3 Niederlage gegen den SSV Lichtenstein auf der Habenseite. Adelsberg reiste mit einem 3:0 Sieg über die L.O. Volleys nach Leipzig.

Den ersten Satz begannen die Chemnitzerinnen mit Mandy (AA), Andrea (AA), Franzi (D), Yvonne (MB), Manu (MB), Babsi (Z) und Anita (L). In der Wechselzone hielten sich Julia, Anne und Angelika bereit und die weiterhin verletzte Kapitänin Anna machte fleißig Bilder und filmte zudem das Geschehen. Vom Start weg zeigten die Gäste, dass ein Abtasten nicht nötig ist. Mandy servierte 6 gezielte Sprungaufschläge am Stück und zwang Trainer Thomas zu einer schnellen ersten Auszeit. Nachdem dieser Vorsprung kurzzeitig wackelte, konnte Andrea mit 7 Aufschlägen und Yvonne mit derer 3 auf 17:9 erhöhen. Jetzt stellte das Heimteam seinen Annahmeriegel um und agierte fortan sicherer. Hingegen schien der Annahmefehlerteufel mehr und mehr auf Adelsberger Seite heimisch zu werden. Zuspielerin Babsi legte viele Meter zurück und konnte dadurch wenig Variabilität ins Spiel einbringen. Die Konsequenz war ein echter Krimi. Beim Stand von 20:22 hatten die Leipzigerinnen den Satz gedreht. Den ersten Satzball hingegen vergaben dann wiederum die Gäste beim Stand von 24:23. Es folgten insgesamt 7 Satzbälle für die SGA und 3 für die Lok aus Engelsdorf. 34:32!!! Der erste Satz ging nach Chemnitz.

Im zweiten Spielabschnitt ersetzte Anne Manu im Mittelblock. Die Gastgeberinnen ließen sich vom bitteren Satzverlust nicht schocken und marschierten konsequent Richtung Satzausgleich. Wiederum bildeten starke Aufschläge die Grundlage. Die Adelsbergerinnen wirkten nicht mehr so fokussiert und rannten stets einem Rückstand hinterher. Doch im letzten Satzdrittel besannen sich die Damen, und allen voran hatte Andrea etwas gegen einen Satzgewinn der Engelsdorfer Damen. Konsequente Angriffe und wiederum eine 5 Aufschläge andauernde Serie von Andrea brachte die Gäste zurück ins Geschehen. Beim Stand von 20:20 wurde der Schlussspurt eingeläutet, der mit einem äußerst knappen 25:23  für die SGA sein Ende fand.

Der dritte Satz ist schnell beschrieben: Die Lok Damen wirkten konsterniert und hatten dem Druck der Gäste nichts mehr entgegenzusetzen. Diese wiederum agierten jetzt deutlich sicherer in der Annahme und minimierten die Eigenfehlerquote. Mit 25:14 wurde der 3. Satz und das Spiel gewonnen.

Das gesamte Spielgeschehen war vom starken Aufschlagspiel beider Kontrahenten geprägt. Dies führte zu Ungenauigkeiten in der Annahme, was wiederum zur Konsequenz hatte, dass beide Zuspieler ihre Angreiferinnen nicht nach Belieben in Szene setzen konnten. Die Damen der SGA ließen sich zu keiner Zeit aus der Ruhe bringen und wirkten letztlich in den entscheidenden Szenen abgezockter und manchmal auch ein wenig glücklicher. Nach dem Spiel wurde auf beiden Seite durch die Trainer des Gegners der MVP des Spiels gekürt. Auf Leipziger Seite erhielt Kapitänin Bea Hein die Trophäe und Heimtrainer Thomas entschied sich für Libera Anita Schenk.

Der nächste Spieltag findet am 29.10. in Dresden gegen die Damen vom DSC II statt. Die Hauptstädterinnen kamen denkbar schlecht aus den Startlöchern und stehen derzeit bei einem Sieg und drei Niederlagen. Allerdings hatte es das Auftaktprogramm mit den spielstarken Gegnern aus Mickten, Grimma und Engelsdorf auch in sich. Wir erwarten ein spannendes Spiel und würden uns über Unterstützung von den Rängen freuen.