Starke Saison mit Staffelsieg gekrönt

Am letzten Wochenende stand der Abschlussspieltag für alle Damenteams der Sachsenklasse West an. Die Ausgangssituation war sehr interessant, da alle Teams mit Ausnahme des Schlusslichts TSV Rackwitz und dem Team in der goldenen Mitte dem SV Lok Leipzig Nordost noch um wichtige Tabellenplätze kämpften. Doch keines der Duelle entschied direkt über die Platzierung, sondern jedes Team trug sein eigenes Fernduell mit einem oder mehreren Teams in fremden Hallen aus. So wurde der Abstiegskampf zwischen der SG Mauserberg (zu Gast in Lichtenstein), dem SV Reudnitz (Heimspiele gegen TSV Schildau und TSV Rackwitz) und dem VV Freiberg (Heimspiel gegen SG Adelsberg und SV Lok Leipzig Nordost) entschieden. Die Tabellenspitze war ebenfalls hart umkämpft: Die Plätze 1 bis 4 wurden in drei Hallen parallel ausgespielt, wobei nur die Damen des SSV Lichtenstein und des TV Vater Jahn Burgstädt in einem direkten Duell aufeinander trafen.

Doch zurück zur SG Adelsberg, die sich vorgenommen hatten, den Damen vom VV Freiberg trotz akuter Abstiegsgefahr keine Gastgeschenke da zu lassen. Pünktlich 14 Uhr starteten Anna und Andrea (AA), Yvonne und Mare (MB), Franzi (D), Caro (Z) und Anita (L) unter Leitung des hervorragenden Schiedsgerichts aus Leipzig ins letzte Duell der Saison. An der Linie warteten Angelika, Susi, Julia, Babsi und Silke auf ihren Einsatz. Die Geschichte des Spiels ist allerdings sehr schnell erzählt. Die Damen aus Chemnitz ließen den stark ersatzgeschwächten Gastgeberinnen von Beginn an kaum Luft zum Atmen. Druckvolle Aufschläge (hier zeigte sich Anna in ausgezeichneter Verfassung), variable Zuspiele durch Caro und Babsi und effektive Angriffe über alle Positionen waren die Grundlage für die klaren Satzerfolge. Schaffte es die Heimmannschaft doch einmal selbst Druck zu erzeugen, wirkte die Annahme- und Abwehrformation der Adelsbergerinnen um Libera Anita stets souverän. Im Verlauf des Spiels kamen alle Spielerinnen zum Einsatz und konnten ihren Teil zum erfolgreichen Saisonabschluss beitragen. Das Spiel endete mit 3:0 (25:9, 25:8, 25:14). Besonders hervor hoben sich hierbei Mare, die mit einer fast 100% Angriffsquote und starkem Blockverhalten glänzte und Andrea, die für ihre hervorragende Leistung völlig zurecht vom gegnerischen Trainer mit der MVP-Trophäe ausgezeichnet wurde (eine ganz tolle Geste des VV Freibergs!!!).

Ab jetzt begann das lange Warten, denn der Kontrahent um den Spitzenplatz, die Damen des TV Vater Jahn Burgstädt, spielten beim SSV Lichtenstein II erst im 2. Spiel des Tages. Es hieß demnach, alle verfügbaren Daumen zu drücken, dass die jungen Damen aus Lichtenstein sich mindestens einen Punkt im Spiel gegen den Tabellenführer holen. Durch verschiedene Informanten in der Lichtensteiner Halle wurden wir zeitnah über die Entwicklungen des Spielverlaufs informiert. Doch auch in Freiberg lief ein wichtiges Spiel und die Heimmannschaft schien wie verwandelt im Duell mit den Leipziger Lokscherinnen. Sie gewannen die Sätze 1 und 3 und so rückte der Ligaverbleib wieder in greifbare Nähe. Für die Adelsbergerfraktion geriet das Spielgeschehen jedoch Mitte des 4. Satzes (in einer gut geplanten Auszeit der Heimmannschaft) zur Nebensache. Aus Lichtenstein wurde vermeldet, dass die U20-Sachsenmeisterinnen des SSV Lichtenstein II gerade mit 2:1 Sätzen in Führung gingen. Dies bedeutete den benötigten Punktverlust für den bisherigen Ligaprimus und zeitgleich den Staffelsieg für die Damen aus Chemnitz. Die Damen des VV Freibergs schafften es in der Folgezeit nicht mehr das Spielgeschehen an sich zu reißen, verlor das Spiel mit 3:2 und muss somit den schweren Gang in die Bezirksliga antreten.

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Völlig überraschend fegten die Reudnitzer Routiniers die Gäste aus Schildau mit 3:0 vom Parkett, so dass der SSV Lichtenstein II durch die Siege über Mauersberg (3:0) und Burgstädt (3:1) noch einen Platz auf dem Treppchen ergattern konnte. Mauersberg profitierte vom Sieg Lok Leipzigs in Freiberg und verbleibt eine weitere Saison in der Sachsenklasse. Abgestiegen sind letztlich die Damen aus Rackwitz und Freiberg, die subjektiv empfunden im Saisonverlauf die größten personellen Probleme zu beklagen hatten. Beiden Teams ist zu wünschen, dass die neue Saison in der Bezirksliga einen glücklicheren Verlauf nimmt.

In der Spitzengruppen kam erst spät in der Saison wirklich Licht ins Dunkel. Durch teils stark abweichende Spielanzahlen der Teams war eine wirkliche Vergleichbarkeit selten gegeben. Es sah lange so aus, als seien die Damen aus Schildau in der besten Position. Sie gaben gegen die Damen aus Adelsberg in zwei Spielen lediglich einen Satz ab und konnte die vollen 6 Punkte für sich verbuchen. Doch der Januar brachte für das Schildauer Team bittere Niederlagen gegen Lok Leipzig und Mauersberg, so dass deren komfortable Ausgangsposition deutlich geschwächt wurde. Lichtenstein war über die gesamte Saison hinweg das Team mit den wenigstens Spielen, so dass deren Tabellenposition immer etwas täuschte. Wie stark das Team spielen kann, sah man bereits in der Hinrunde gegen die Topteams aus Schildau und Burgstädt. Das Duell mit der SG Adelsberg wurde in den Februar verschoben, so dass beide Spiele innerhalb von 8 Tagen stattfanden. Die Burgstädter Damen waren schon vor der Saison einer der Staffelfavoriten und wurden dieser Rolle weitestgehend gerecht. Die Mannschaft aus der Jahn-Hölle spielte eine starke Saison und musste letztlich nur der SG Adelsberg am letzten Spieltag den Vorrang lassen.

Der Verlauf der Saison der SG Adelsberg startete sehr ernüchternd. Zielstellung war es, mit der Spitze mitzuhalten und bestenfalls einen Platz auf dem Stockerl zu erobern. Am ersten Spieltag fanden die Damen aus Schildau und Burgstädt den Weg nach Chemnitz und ließen keinen Punkt in der Stadt der Moderne. Diese Ergebnisse waren keine Riesen-Überraschung, jedoch wollte man im ersten Heimspiel gern etwas Zählbares mitnehmen. Die folgenden 3 Spiele konnten mit 3:0 gewonnen werden und man fühlte sich gewappnet für ein erneutes Aufeinandertreffen mit dem Topteam aus Schildau. Diese waren in eigener Halle und vor eigenem energischem Publikum an diesem Tag nicht zu knacken und so hakten die meisten den Platz an der Sonne bereits ab. Vielleicht war es dieser Fakt, der es am folgenden – dem vorweihnachtlichen – Wochenende möglich machte, die ersten Punkte im vierten Spiel gegen die Burgstädter Damen zu holen. Mit 3:1 und einer dominanten Leistung begann der Siegeszug, der bis zum Ende der Saison nicht mehr abreisen sollte. In den folgenden 9 Spielen wurden lediglich 2 Sätze abgegeben und alle Punkte eingesammelt. Besonders die oben angesprochenen Duelle mit den Damen des SSV Lichtenstein waren hierbei wirklich enge Spiele, die auf einem guten Niveau stattfanden. Dass es am Ende für den Staffelsieg und damit verbunden den Aufstieg in die Sachsenliga reichte, ist sicherlich nicht nur sportlich begründbar. Es gehört eben auch immer das Glück dazu, dass an jedem Spieltag ausreichend Spielerinnen (und Trikots J) verfügbar und einsatzbereit sind. Nach dem Abgang von Aileen und dem temporären Ausscheiden von Maria hatten wir zur Freude aller, nur wenige Verletzungen und Blessuren auszugleichen. Noch dazu ist die Mannschaft zusammengewachsen und hat gemeinsam auf dieses Ziel hingearbeitet. Die Trainingsbeteiligung ist hervorragend und der Einsatz und das Engagement von Trainer Klaus bilden das Fundament dieses Erfolgs.

Wir verabschieden uns in die Sommerpause und halten euch hier auf dem Laufenden über personelle Entwicklungen, den Stand der Vorbereitungen und wichtige Termine. Bleibt uns treu und unterstützt uns weiterhin. Vielen Dank!

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