Sport frei! – zum 4. Advent

…hieß es am Sonntag ab 11 Uhr in der Schlossteichhalle zu Chemnitz. Als Gegner der heimischen SG Adelsberg versuchten sich im ersten Duell des Tages die Damen vom SV Lok Engelsdorf. Ausgestattet mit neuen Trikots und Taschen (vielen Dank an Promotion + Security aus Chemnitz und Indoortrends aus Leipzig) versammelten sich die Damen, um möglichst viele Punkte für sich zu erringen. Mit gemischten Gefühlen und einer gehörigen Portion Unklarheit über die eigene Einordnung innerhalb der Sachsenliga starteten die Gastgeber mit folgender Aufstellung: Babsi (Z), Mandy (AA), Manu (MB), Julia (D), Anne (AA), Yvonne (MB), Anita (L)

Nachdem mit Anna, Franzi und Andrea gleich 3 Damen ausfallen, denen bisher die Ehre zu Teil wurde, die Mannschaft als Kapitän aufs Feld zu führen, wurde kurzerhand SG Adelsberg-Urgestein Yvonne „befördert“ und bekam Mandy als Kapitäns-Adjutantin zur Seite gestellt. Die Anfangsphase erinnerte an das erste Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten im Oktober. Adelsberg fand schnell Zugriff aufs Spielgeschehen und setzte durch eine Aufschlagserie von Mandy eine erste Duftmarke. Der erspielte Vorsprung wurde über den gesamten ersten Satz solide verwaltet. Eine gute Annahmeleistung machte es Babsi im Zuspiel möglich, alle Angreiferinnen gekonnt in Szene zu setzen. Wie so oft beim Volleyball wirken sich positive Erlebnisse auf alle Elemente aus, was jedoch andersherum leider oftmals auch zutreffend ist (dazu aber später mehr). Im ersten Satz konnten die Gäste aus Leipzig nicht mehr aufschließen und so blieb der Spielabschnitt mit 25:19 in Chemnitz.

Nach dem Seitenwechsel gestaltete sich das Spielgeschehen jedoch etwas anders. Engelsdorf minimierte die Fehler und überließ diesen Part den Gastgeberinnen. So konnten sich die Gäste über die Stationen 5:2 und 11:4 auf 14:6 absetzen. Das Adelsberger Kollektiv wirkte teils indisponiert und das Selbstbewusstsein aus Satz Nummer 1 war auf der anderen Spielfeldhälfte vergessen worden. In jedem Spielelement schlichen sich Unachtsamkeiten ein. Gegen Mitte des Satzes schalteten die Damen um Kapitän Yvonne dann wieder einen Gang hoch und konnten sich auf 24:21 herankämpfen. Den Satz ließen sich die jungen Damen aus Engelsdorf jedoch nicht mehr entreißen.

Also zurück auf Anfang und auf die „gute Hälfte“. Anne übernahm auf Mitte für Manu und ansonsten spielten zwar die gleichen Protagonisten, jedoch einen völlig anderen Sport als im vorangegangenen Satz. Annahme, Abwehr, Zuspiel, Angriff und sogar der Block sorgten für eine Überlegenheit in allen Belangen. So konnte der Gegner nicht Schritt halten und musste die Damen aus Adelsberg davon ziehen lassen. Mit 25:13 wurde der Satz zu Gunsten der Hausherrinnen entschieden.

Im vierten Satz mussten die Adelsbergerinnen dann leider wieder auf die „schlechte“ Spielfeldhälfte und sofort zeichnete sich das bewährte Muster ab. Engelsdorf war zurück im Spiel und auf Adelsberger Seite war wieder Sand im Getriebe. Doch anders als im zweiten Satz schafften es die Gäste nicht, ein entscheidendes Punktepolster zwischen sich und die Gastgeberinnen zu legen. Beim 19:18 wurde die Führung nach Adelsberg geholt und bis zum 25:21 Satz- und Spielgewinn nicht mehr abgegeben. Somit können wir schon nach 6 Spielen resümieren, dass die Damen aus Engelsdorf definitiv zu unseren Lieblingsgegnern gehören. Mit 6 Punkten, 6:1 Sätzen und einem stets sympathischen Auftreten wird die SG Adelsberg die Damen aus Leipzig in guter Erinnerung behalten.

Das zweite Spiel des Tages stand an. Gegner waren nun die Damen aus dem benachbarten Limbach Oberfrohna – seit Beginn der Spielzeit als L.O. Volleys in Sachsens höchster Spielklasse unterwegs. Konzentriert und mit dem Willen keinen Punkt aus der heimischen Halle mitzugeben, startete die SGA mit folgender Aufstellung ins Spiel:

Babsi (Z), Mandy (AA), Anne (MB), Kati (D), Anne (AA), Yvonne (MB), Anita (L)

Ab dem ersten Punkt zeichnete sich jedoch ab, dass die Gäste nicht gekommen waren, um etwas zu verschenken. Bis zum 12:11 konnte sich kein Team absetzen. Limbach überzeugte zum einen durch eine stabile Annahme und zum anderen mit dynamischen Angriffen über die Außenposition. Dann trat Anne Kramer zum Aufschlag an und baute durch ihre harte Spieleröffnung den Vorsprung auf 17:11 aus. Limbach steckte jedoch nicht auf und kämpfte sich auf 20:18 zurück. Dann kam Adelsbergs zweite Mitte, Kapitän Yvonne, zum Aufschlag und sorgte mit ihren Aufschlägen für die Vorentscheidung. Letztlich wurde der Satz mit 25:19 auf die Adelsberger Habenseite verbucht.

Soweit so gut. Doch nun war wieder die „schlechte“ Spielhälfte dran. Gleiche Aufstellung wie im vorangegangenen Satz, doch völlig anderes Bild. Fee Auerswald wusste in dieser Phase nicht nur Hallensprecher Felix mit ihrem Namen zu begeistern, sondern servierte so gekonnt, dass ein 0:5 aus Adelsberger Sicht auf der Anzeigetafel stand. Diesen Rückstand konnten die Damen aus Chemnitz bis zum 13:13 wettmachen. Beim Stand von 19:20 war es wiederum Fee Auerswald, die den Adelsbergerinnen den Rest gab. Mit 19:23 war der Wille gebrochen und so brachten die Volleys diesen Spielabschnitt mit 22:25 für sich zu Ende.

Was in Satz drei passierte, brachte so manchen der 67 Zuschauer zum Staunen. Adelsberg spielte wie aus einem Guss und hatte mit Anne Kramer die überragende Akteurin dieses Spiels auf ihrer Seite. Es klappte fast alles und so waren die Limbacher Damen oft überfordert und fanden keine Antwort. Mit 25:10 hatten die Adelsbergerinnen ein echtes Ausrufezeichen gesetzt.

Demnach sollten der vierte Satz und die damit verbundenen drei Punkte nur noch Formsache sein. Doch da war ja noch die oft zitierte „schlechte“ Spielfeldhälfte. Ich mache es kurz, da der Bericht sowieso schon ausgeufert ist. Die Limbacherinnen konnten sich wieder auf ihre Abwehr verlassen und die SGA-Mädels brachten nur unter größten Umständen einen Ball auf den Boden. Mit 21:25 glichen die Gäste aus und schickten das Spiel in den Tie-Break.

Kapitän Yvonne traf eine folgenschwere Entscheidung: Sie und ihr Team begannen den Satz auf der „schlechten“ Seite. Dies war an diesem Tag vom Gefühl her bereits die Vorentscheidung. Nicht schön, aber mit viel Willen und Glauben spielten die Gastgeberinnen den Tie-Break vom Start weg druckvoll. Nachdem das gesamte Spiel durch unsere stark aufspielenden Mitten Anne und Yvonne bestimmt wurde, war es im Tie-Break Mandy, die durch ihre druckvollen Aufschläge und spektakulären Angriffe das Heft in die Hand nahm. Mit 15:11 konnten letztlich zwei Punkte erkämpft werden.

Im Nachhinein sicher ein etwas unnötiger Punktverlust, doch aufgrund der Belastung von zwei Spielen, fehlte den Adelsbergerinnen manchmal die nötige Frische in wichtigen Situationen. Limbach zeigte sich allerdings auch als spielstarker Gegner, der taktisch clever agierte. Alles in Allem war es ein toller Heimspieltag mit einigen Premieren: Felix leistete tolle Arbeit als Hallensprecher, Anne Schmidt gab ihr Debüt und überzeugte mit Ruhe und Übersicht (bekommt aber das nächste Mal vor Spielbeginn eine Essensration extra), das Publikum, das bisher noch nie so zahlreich erschienen war und zu guter Letzt die schon erwähnten neuen Trikots. Dank geht an Stefan, für seine Ausdauer an der Kamera, an Caro und Andrea für Ihren Einsatz an der Theke, an Marcus, für die Gestaltung unserer Weihnachtspostkarten, an das Schiedsgericht, welches die meiste Zeit auffällig unauffällig agierte, an Beate und Franziska, für das Stellen des Kampfgerichts und an Jacqueline für die perfekt präparierte Spielstätte.

Die SG Adelsberg verabschiedet sich in die Weihnachtspause und wünscht allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. Genießt die Zeit und die Gemeinschaft und kommt gut ins neue Jahr. Am 07.01.2017 spielt die SGA bei den Damen des SSV Lichtenstein. Das nächste Heimspiel wird am 04.02.2017 stattfinden. Jeder Besucher ist gern gesehen, also schon mal im Kalender markieren. 😉