Jede Münze hat zwei Seiten

Dass das Wochenende ein Stück harte Arbeit wird, dachten wir uns schon: Zweites Heimspiel der Saison und ein ausgedünnter Kader. Doch das verdarb uns nicht die Vorfreude. Wir hatten uns im Training gut vorbereitet und auch für die Kräftesammlung war mit den Obstvariationen für die Auszeiten gesorgt, die von Spiel zu Spiel immer größere Ausmaße annahmen. Auch zu diesem Heimevent konnten wir Felix als Hallensprecher akquirieren, was uns oft ein Schmunzeln auf die angestrengten Mienen gab.

Das erste Spiel wurde gegen die Damen des VV Zittau 09 ausgetragen. Unser erstes Aufeinandertreffen fand nur zwei Wochen zuvor statt und ging mit einem 3:0 für den Adelsberger Punktestand aus. Das war natürlich auch in diesem Spiel unser Vorhaben; zudem wollten wir unsere hohe Fehlerquote bei den Aufschlägen verringern.

Der erste Satz wurde pünktlich 14:00 Uhr angepfiffen. Wir begannen mit folgender Aufstellung: Caro im Zuspiel, Angelika und Anne S. auf Außen, Yvonne und Anne K. auf Mitte, Julia auf der Diagonalposition und Anita als Libera. Schon frühzeitig konnten wir uns ein nettes Polster von 7 Punkten zum 11:4 aufbauen, vor allem durch die guten Aufschläge von Anne K. und Julia. Daraufhin verfiel das Spiel einem ausgeglichenen Punkteabklatsch. Zittau konnte sich durch gute Aufschläge der Außenangreiferinnen zwar noch einmal zum 16:12 herankämpfen, hatte aber dem aufmerksamen Block und den harten Angriffen von Adelsberger Seite nichts mehr entgegenzusetzen. So ging der erste Satz nach 22 Minuten mit einem 25:18 an uns.

Nach 3 Minuten Pause ging es in den zweiten Satz und Kati wechselte für Julia auf die Diagonalposition. Wir fanden immer besser ins Spiel und auch das Aufschlagdefizit aus der letzten Partie war nicht wiederzuerkennen. Gleich zu Beginn legten Anne K. und Kati ihre Aufschlagserien hin und sicherten uns einen Punktestand von 11:4 wie im vorherigen Satz. Durch ein konsequentes Aufspielen, wie eine stabile Annahme, gezielte Angriffe und sichere Abwehr, trugen wir auch diesen Satz nach Hause. Nach 19 Minuten hieß es 25:13 für Adelsberg.

Der dritte Satz ist kurz erzählt: Ungewohnter Weise schafften es unsere Mädels, die Euphorie und auch die Konzentration aus den zwei vorherigen Sätzen mit in den dritten Satz zu nehmen, ohne Anzeichen eines Leistungseinbruches. Die Aufstellung wurde lediglich auf der Zuspielposition verändert, da kam Babsi für Caro und so zogen wir Zittau mit großen Schritten davon und beendeten den Satz und das Spiel mit 25:9 und 3 Tabellenpunkten. Vor allem bei den letzten Spielaktionen wurde noch einmal richtig hart gekämpft und Punkte nicht leichtfertig verschenkt. Babsi legte eine tolle Aufschlagserie von 7 Zählern hin und die Spielzüge wurden immer länger. Anne K. machte trotz ehemaliger Mannschaftzugehörigkeit von Zittau eine wirklich sehr gute Figur und so sagte der Zittauer Trainer nach Ende des Spiels scherzhaft zu ihr: „Also, dass du uns den Gnadenstoß versetzt…!“

Fazit: Das Spiel hat zwar Kräfte gekostet, aber auch viel Spaß gemacht. Es war schön anzusehen, wie alle an einem Strang zogen und keiner aufgab.


Kommen wir zum zweiten Spiel des Tages gegen die erste Damenmannschaft des SSV Fortschritt Lichtenstein. Eine knappe Stunde Pause sollte genügen, um uns mit genug Kuchen aus der heimischen Mannschaftsbäckerei zu stärken. Und so ging es 16:00 Uhr zum Kampf gegen den Ligazweiten und zu einer Chance auf Revanche. Im ersten Aufeinandertreffen zogen die Adelsberger Mädels im Tiebreak den Kürzeren und gaben den Sieg mit einem 3:2 an Lichtenstein ab.

Die Aufstellung für den ersten Satz war wie folgt: Babsi – Zuspiel, Anne S. und Angelika – Außen, Yvonne und Anne K. – Mitte, Julia – Diagonal und Anita – Libera. Der Satz verlief sehr ausgeglichen. Es konnten immer wieder kleine Vorsprünge durch Aufschlagserien von Julia und Angelika und aufmerksame Abwehrleistungen von Anita (die an diesem Tag sogar zwei Liberapunkte auf ihrer Habenseite verbuchen konnte) erarbeitet werden. Am Ende konnte Adelsberg durch eine starke kämpferische Leistung, aber auch durch die erhöhte Anzahl an Aufschlagfehlern des Gegners den Satz mit einem 25:22 gewinnen. Sehr positiv anzumerken war die konstante Leistung über den gesamten Satz, es gab sowohl nach der langen Pause zwischen den Spielen als auch im Satz nach schwierigen Schiedsrichter-Entscheidungen keinen Leistungseinbruch und man konnte optimistisch in den nächsten Satz wechseln.

Im zweiten Satz blieb es bei der gleichen Aufstellung und langsam wurde die konditionelle Belastung bemerkbar. Schon von Beginn an liefen wir den Lichtensteiner Damen hinterher. Durch eine Aufschlagserie von Anne S. konnten wir uns aber wieder zum 9:9 herankämpfen und bis zum 14:14 halten. Dann machte uns die gegnerische Mittelangreifern Seidel mit ihren Aufschlägen einen Strich durch die Rechnung. Lichtenstein baute einen Vorsprung von 3 Punkten auf, den wir bis zum Schluss des Satzes nicht mehr einholen konnten. Somit verloren wir diesen mit 21:25 nach 24 Minuten Spielzeit.

Auch im dritten und vierten Satz waren wir kräftemäßig nicht mehr auf der Höhe und konnten unsere Angriffe meist nicht mehr durchsetzen. Das schnelle Spiel des Gegners erschwerte uns auch den Zugriff im Block und eine verwertbare Abwehr. Obwohl unsere Libera Anita eine wirklich starke Leistung an den Tag legte, hatte auch sie mit den schnellen Mittelangriffen des Gegners zu kämpfen. Auch Mannschaftskapitän Yvonne und Anne S. versuchten mit cleveren Aktionen und Motivationssprüchen, das Spiel und den Haufen am Laufen zu halten, aber wie sagt man: Die Luft war raus und der Drops gelutscht. Die letzten Sätze gingen beide mit 25:16 an Lichtenstein und wir verloren die Partie mit einem 1:3. Dennoch war die Leistung des gesamten Spieltages eine gute und wir sind zufrieden mit den erspielten 3 Tabellenpunkten.

Hiermit ist noch einmal allen Zuschauern für die Unterstützung gedankt und besonders unseren Trommlern Anna, Marian, Jula sowie Yvonnes Sohn und Papi. Danke sagen wir auch Stefan fürs fleißige Bilder knipsen und Felix, der uns als Hallensprecher sehr gut unterhalten hat und das nächste Mal ein eigenes Salatbuffet bekommt. Zudem gratulieren wir noch unserer Linda zu ihrem süßen Nachwuchs und freuen uns mit Anna, dass ihre Knie-OP gut verlaufen ist und wünschen ihr eine schnelle und erfolgreiche Erholung und Rehabilitation.

geschrieben von Angelika