Geschafft!

Bereits um 9.46 Uhr trafen sich am vergangenen Samstag die Mädels um Klaus Meier, damit man sich auf den Weg in die Landeshauptstadt machen konnte.

Angekommen in der gleichen Halle, in der vor wenigen Wochen wegen der verspäteten Schiedsrichter erst verzögert das Spiel begonnen wurde, war die Mannschaft diesmal umsichtiger und erspähte bereits zur Erwärmung EINEN Schiedsrichter. Vor Spielbeginn bekam Trainer Klaus die Info, dass während des ersten Spiels auf einen zweiten Schiedsrichter verzichten werden müsse. Es hat den Anschein, als lastet auf dieser Halle ein „Schiedsrichter-Fluch“.

Pünktlich um 12 Uhr ertönte der Anpfiff zum ersten Aufschlag der Partie. Nach kurzer Verwirrung auf Seiten der VCO-Mädels, dass man das Aufschlagsrecht bei der Auslosung „gewonnen“ hatte, landete der erste Aufschlag im Netz. Peu á peu konnten sich die Adelsberger Damen von nun an absetzen: Der Block von Anne und Yvonne stand, die Abwehr um Libera Anita arbeitete gut, Babsi setzte im Zuspiel alle Angreifer in Szene und der Service auf Adelsberger Seite bereitete den jungen Gastgeberinnen starke Schwierigkeiten im Spielaufbau. Durch eine Aufschlagserie von Anna konnte der Vorsprung auf 15:3 ausgebaut werden. Es folgten die Wechsel von Sarah (für Anne), Angelika (für Mandy) und Tabea (für Anita). Im Adelsberger Spiel lief es wie am Schnürchen, sodass der erste Satz nach 17 Minute mit 25:8 an die Gäste ging.

Im zweiten Satz begann folgender Startsechser: Babsi (Z), Sarah und Yvonne (MB), Moni (D) sowie Mandy, Anna (AA) und Anita (L). Ab diesem Zeitpunkt stellten sich die Nachwuchstalente besser auf das Spiel der Gäste ein und die Partie gestaltete sich zu Beginn etwas ausgeglichener. Als Mandy beim 13:7 zum Aufschlag wechselte, ärgerte sie die jungen Mädels mit sechs ihrer Sprungaufschläge und sorgte damit für einen deutlichen Vorsprung. Während dieser Aufschlagserie betrat Juli (für Moni) das Spielfeld. Tabea und Angelika nutzten ebenfalls die Gelegenheit, insbesondere in der Annahme und Abwehr herumzuwirbeln. Bis zum Ende des Satzes ließen die Chemnitzerinnen nichts mehr anbrennen und gewannen auch diesen Satz mit 25:14. Damit erlangten sie außerdem den einen noch notwendigen Punkt zum Sachsenmeistertitel.

Trainer Klaus appellierte in den Auszeiten stets, die Konzentration hochzuhalten und eigene Fehler zu vermeiden … Weitere Eindrücke vom Spielgeschehen gibt es hier.

Diesen Schwung sollten die Adelsbergerinnen mit in den nächsten Satz nehmen und starteten wie der vorangegangene Satz beendet wurde. Doch man hatte die Rechnung ohne die jungen Wilden gemacht. Denn diese hatten nun ihre nötige Aufschlaghärte aufs Parkett gebracht, die es brauchte, um das Adelsberger Spiel ins Wanken zu bringen. Auf ungenaue Annahmen folgten unpräzise Zuspiele, die die Angreifer zu häufig auf den Armen der gegnerischen Abwehr platzierten – oder gar im Netz oder Aus. Dazu gesellten sich Unstimmigkeiten in der Abwehr und Unkonzentriertheiten beim Block. Zu viele eigene Fehler auf Seiten der Gäste verhinderte ihr Entkommen im Punkteverlauf. Eine Auszeit bei 15:12 sorgte nicht für die nötige Ruhe – im Gegenteil… Erst die Auszeit beim Rückstand von 16:18 sorgte im Anschluss für einen Aufschlagfehler beim VCO und brachte eine wichtige Rotation auf Adelsberger Seite: Mit 5 gezielten Aufschlägen von Angelika holte man sich die Führung endlich zurück und feierte am Ende mit 25:22 einen 3:0-Erfolg in Dresden.

Vor dem Spiel war klar, dass der letzte Punkt zum Sachsenmeister unter Dach und Fach gebracht werden sollte. Dies wurde erreicht und mit dem 15. Sieg im 17. Spiel ist der Titel bereits einen Spieltag vor Saisonende nicht mehr aus den Händen der Chemnitzerinnen zu entreißen. Der dritte Satz war aufgrund der abgefallenen Spannung kein Augenschmaus, zeigte aber, dass dieses Team auch in solchen Situationen den Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Dass die jungen Damen aus Dresden keine Laufkundschaft sind, zeigen die beiden gewonnenen Sätze im nachfolgenden Match gegen die Stadtrivalen vom DSSV II. Am letzten Spieltag geht es erneut nach Dresden. Dort sollen auch gegen die USV drei Punkte verbucht werden, schließlich macht Siegen mehr Spaß als Verlieren.

Kommt vorbei und feiert mit uns, wenn es erstmalig als Sachsenmeisterinnen heißt:

Mensch Meier!