Erfolgreicher Heimspieltag mit Wermutstropfen

Am vergangenen Samstag fand unser erster Heimspieltag in der Sachsenklasse statt. Das erste Spiel konnten die Gäste aus Burgstädt im Tie-Break für sich entscheiden. Im anschließenden Match gegen Lok Leipzig Nordost gelang uns ein 3:0-Heimsieg. Die Freude über die vier Tabellenpunkte war groß. Leider wurde sie etwas getrübt von einer Verletzung unserer Maria. Wir wünschen dir an dieser Stelle noch einmal gute Besserung!

Burgstädt eine Nummer zu „groß“

Am vergangenen Samstag durften wir erstmals seit dem Abstieg  in der heimischen Schlossteichhalle antreten. Erfreulich war die Tatsache, dass dem Trainergespann 10 Spielerinnen zur Verfügung standen und so eigentlich genug Wechselalternativen für einen langen Heimspieltag gegeben waren. Und da eigentlich ja eigentlich ein schönes Wort ist, kam es wie so oft anders als gedacht. Denn bereits nach dem ersten Spiel war gewiss, das die gesundheitlich angeschlagene Aileen durchspielen musste.

Schon beim Betreten der Halle konnten die Damen aus Burgstädt als ziemlich „große“ Aufgabe identifiziert werden. Wie jede Woche dürfte die Durchschnittsgröße auf Seiten des Gegners mehr als 10 cm über der unseren liegen. Doch damit nicht genug: Mit Carolin Wagner stand auch noch eine ehemalige Zweitliga-Akteurin im besten Volleyballalter im Kader des Gegners. Zu unserer Überraschung nahm diese jedoch vorerst auf der Bank Platz und fand sich in den folgenden Sätzen zunächst als Zuspielerin wieder. Wir starteten mit Kapitän Anna und Aileen auf Außen, Maria und Manu in der Mitte, Franzi auf Diagonal, Babsi im Zuspiel und Libera Anita. Die ersten beiden Sätze waren schnell Geschichte und irgendwie gelang es uns nie richtig ins Spiel zu kommen. Es wurden viele Eigenfehler produziert und so musste der Gegner nichts weiter machen, als den Ball übers Netz zu befördern und ihrerseits weniger Fehler zu fabrizieren. Den Damen vom TV „Vater Jahn“ gelang dies problemlos und so gingen die Sätze 1 und 2 ziemlich humorlos zu 19 und 17 an die Gegner.

Im dritten Satz wurde alles anders. Wir spielten nicht mehr so emotionslos, vermieden es, durch zu viele Fehler Punkte zu verschenken und setzten zudem die ein oder andere Duftmarke im Angriff. Die Annahme und vor allem die Abwehr festigte sich und kein Ball wurde ohne Kampf verloren gegeben. Jessi, welche mittlerweile für Babsi das Zuspiel übernahm, gelang es nun deutlich besser, ihre Angreifer in Szene zu setzen und so gestaltete sie das Angriffsspiel abwechslungsreich und schwer berechenbar. Alle Angriffspositionen wurden in dieser Phase berücksichtigt und jede Spielerin trug nun ihren Teil zum verbesserten Spiel bei. Der Gegner wirkte in dieser Phase etwas lethargisch und konnte den Hebel nicht mehr umwerfen. So sorgte Angelika mit guten Aufschlägen für die Vorentscheidung beim 23:17. Dieser Vorsprung konnte gehalten werden und beim 25:20 waren wir auf einmal zurück im Match.

Im vierten Satz starteten wir ähnlich konzentriert, doch beim Stand von 9:10 aus unserer Sicht landete Maria, die bis dahin eine ansprechende Leistung ablieferte, auf dem Fuß einer Gegnerin und verletzte sich schwer am Sprunggelenk. Ein Weiterspielen war unmöglich und so musste nach einer kurzen Verletzungspause Aileen, die eigentlich für das zweite Spiel „geschont“ werden sollte, die Mittelposition besetzen. Der Schock war noch nicht verdaut und schon blieb die nächste Spielerin der SGA am Boden liegen. Jessi hatte sich am Knie verletzt und musste ebenfalls ausgewechselt werden. Beim Stand von 14:16 übernahm also Babsi wieder die Regie und ein echter Krimi entwickelte sich. Bis zum Satzende konnten wir den Rückstand aufholen und den Gegner letztlich entscheidend überholen. 25:23- Tie-Break- Punktgewinn.

Der Tie-Break ist aus unserer Sicht leider schnell erzählt. Burgstädt stellte um und Carolin Wagner durfte nun erstmals an diesem Tag ihr Können im Angriff unter Beweis stellen. Zunächst endete dies in einem satten Doppelblock von Anna und Aileen. Doch eine so erfahrene Akteurin beginnt durch eine solche Aktion, anders als unsereins, nicht mit dem Grübeln, sondern spielt ihr Spiel unbeirrt weiter. Wie im gesamten Spiel konnten sich die Burgstädter Damen in dieser Phase auf ihre beiden starken Mittelangreifer verlassen und so ging der Satz mit 5:15 an den Gegner. Glückwunsch an den verdienten Sieger an dieser Stelle. Unzufrieden waren wir trotz der Niederlage nicht. Ein Punktgewinn trotz offensichtlicher körperlicher Unterlegenheit und den angesprochenen Begleiterscheinungen (Verletzungen, Krankheiten) ist es ein schöner Erfolg und stärkte das Selbstbewusstsein für das zweite Spiel des Tages.

geschrieben von: Hendrik


Das Einspielen zum zweiten Spiel gegen SV Lok Leipzig Nordost I lief nach der Pause wieder frisch motiviert – schließlich wollten wir für unsere verletzten Maria das Beste geben und einen Sieg einfahren.

Los gings mit Babsi im Zuspiel, Franzi als Diagonal, Anna und Susi auf Außen und Manu sowie unsere kranke Aileen als Ersatz für Maria auf Mitte. Und wir waren motiviert – richtig motiviert! Es ging gleich mit dem Service los: Babsi machte Aufschlag um Aufschlag, vorne am Netz wurde geblockt und effektive Angriffe in direkte Punkte verwandelt. Wir setzten unsere Gegner unter Druck und ließen sie nicht ins Spiel kommen. Fazit: die erste Auszeit bei 7:0 für uns. Die Mädels von Lok konnten anschließend zwar ein paar Punkte für sich einfahren, aber wir blieben konzentriert, hoch motiviert und durchschlagskräftig, sodass wir unseren Vorsprung über den ganzen Satz beibehalten konnten. Auch eine zweite Auszeit des Gegners bei 15:20 konnte unseren Lauf nicht mehr stoppen – wir gewannen klar mit 25:18.

Den zweiten Satz wollten wir gleich mit derselben Aufstellung und  der gleichen Überzeugung beginnen. Nach dem wir zwar mit den ersten 2 Angaben des Gegners etwas überrumpelt waren, fingen wir uns wieder und legten los. Die Annahme kam zum Zuspieler vor, unsere Angriffsbälle flogen dem Gegner nur so um den Kopf und Manu und Aileen setzten einen tollen Block. Selbst die gegnerische Auszeit bei 2:8 konnte nichts reißen – Wir fuhren den Satz sicher mit 25:14 und einen weiteren Punkt für die Tabelle ein.

Im dritten Satz durfte Jessi als Zuspielerin beginnen. Leider war bei uns erstmal der Druck und der freche, ordinäre Pfiff raus. Nach den ersten paar Punkten hingen wir mit einmal unseren Gegnern hinterher. Die Angriffe wurden ins Netz oder den gegnerischen Block geschlagen, Aufschläge kamen entweder zu lasch, wenn überhaupt beim Gegner an – es schlichen sich zu viele Eigenfehler ein, sodass wir unsicher wurden. Auch die erste Auszeit von unserem Trainer Klaus bei 4:7 konnte uns nicht richtig aufrütteln. Beim Stand von 6:11 wurde unsere GK (Angelika) für Susi eingewechselt. Sie brachte zwar viel Energie und Motivation für alle mit, aber der Funke wollte nicht so richtig auf uns übergehen. Bei der zweiten Auszeit (6:13) wusch uns Klaus richtig den Kopf und rüttelte uns wach. Wir fingen wieder an, nicht sinnlos auf die Bälle einzuschlagen, sondern auch mit Auge liebevoll (wie es unser Trainer von uns gerne sieht) zu legen. Zwischendrin setzten wir auch mal wieder einen gezielten harten Angriffsschlag ein in Kombination mit wichtigen Block- und Abwehraktionen – hier ist vor allem unsere Libera Anni hervorzuheben, die auch mit Schmerzen viel Einsatz zeigte! Es regnete fast nur noch Punkte auf unserer Seite, sodass diesmal der Gegner beim Stand von 16:14 und 19:21 für Lok wieder zu Auszeiten gezwungen wurde. Doch wir ließen uns nicht mehr aufhalten, holten immer mehr Punkte und rauschten am Gegner vorbei. Der Schlussspurt war zwar nervenaufreibend, aber mit der anfänglichen Konzentration und dem aufopferungswürdigen Einsatz aller Spieler gewannen wir auch den dritten Satz (25:22). HEIMSIEG!

An dieser Stelle bedanken wir uns bei den treuen Fans, die fleißig und laut mit angefeuert haben und uns auch bei kritischen Situationen nicht aufgegeben haben!

Ganz besonders möchten wir folgende Spielerinnen hervorheben:

Manu – unsere ruhige Manu konnte am heutigen Heimspieltag zeigen, dass auch sie dominant am Netz arbeiten und wichtige Punkte auch in kritischen Situationen durch Block, Aufschlag und Angriff einfahren kann! Du hast dir das Schweinchen verdient! 🙂

Anni – unsere Libera kennt kein Pardon, wenn es darum geht, jeden Ball vom Boden zu kratzen. Entweder steht sie mit guter Spieleinschätzung immer richtig auf dem Feld oder sie reißt sich den Ar*** auf, um auch trotz verletzungsbedingter Behinderung einen Ball zu retten.

Maria – sie brachte die ganze Zeit eine Lockerheit und Fröhlichkeit aufs Feld und nahm uns allen die Nervosität. Außerdem bringt unsere Maria mit geilen Angriffen über Mitte wichtige Knallerpunkte! Durch eine unglückliche Aktion beim Blocken verletzte sie sich im ersten Spiel und musste mit dem Krankenwagen abgeholt werden. Liebe Maria, wir wünschen dir gute Besserung!

Aileen – unsere leider kranke Allrounderin hat sich mit Schnupfennase und Halsweh durchgebissen und mit wichtigen Aktionen Punkte auf unser Konto geholt. Als unsere Maria leider verletzungsbedingt ausfiel, sprang Aileen (normalerweise Außenangriff) auf Mitte ein, schlug sich super und hielt bis zum Ende durch!

Die Mannschaft – liebe Mädels unser erster Heimspieltag war doch recht erfolgreich! Auch nach einem 0:2 Rückstand gegen Burgstädt haben wir zusammen gehalten, jeder hat sich für den anderen eingesetzt…so konnten wir nicht nur einen Sieg, sondern auch 4 Punkte erkämpfen.

Nächste Woche geht es schon wieder weiter mit dem Nikolaus-Auswärtsspiel gegen Reudnitz und die Woche darauf haben wir schon unseren nächsten Heimspieltag! Wir würden uns freuen, wenn wir wieder ein paar treue Fans begrüßen dürfen!

geschrieben von: Franzi

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