Erfolgreicher Abschluss der Heimspielsaison

Am vergangenen Samstag stand um 14 Uhr der letzte Auftritt der SG Adelsberg vor heimischen Publikum auf dem Plan. Im ersten Spiel warteten die arg gebeutelten Damen aus Rackwitz als Gegner. Personell stark ausgedünnt fanden neun spielfähige Akteurinnen den Weg nach Chemnitz. Das Team aus dem Leipziger Norden steht nicht zuletzt aufgrund der personellen Engpässe auf dem letzten Tabellenplatz und damit mehr oder weniger mit dem Rücken zur Wand.

Doch getreu dem Motto, dass angeschlagene Boxer die gefährlichsten Gegner seien, war von Beginn an Vorsicht geboten und das Trainergespann mahnte zu Konzentration. Aufgrund von gesundheitlichen Einschränkungen wurde Andrea im ersten Spiel geschont, zudem wurde Silke in der 2. Damenmannschaft benötigt. Die Heimmannschaft begann mit folgender Aufstellung: Anna (AA), Angelika (AA), Franzi (D), Yvonne (MB), Manu (MB), Babsi (Z) und Anita (L). Ab dem zweiten Satz kam Julia für Franzi auf das Feld und im dritten Abschnitt ersetzte Susi Angelika und Mare Manu. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die SG bestimmte von Beginn an das Geschehen und hatten wenig Mühe, die nächsten 3 Punkte (3:0:  25:19, 25:16, 25:17) für die Tabelle einzufahren. Besonders auffällig war dabei das exzellente Zusammenspiel zwischen Babsi und den beiden Mittelangreifern Yvonne und Manu. Diesem Angriffsdruck hatten die Rackwitzer Damen wenig entgegenzusetzen. Zudem konnte Julia erneut unter beweis stellen, dass sie ein absoluter Wettkampftyp ist und ärgerte den Gegner mit guten Angriffen und Aufschlägen. Negativ fiel lediglich die eigene Fehlerquote auf. Besonders im zweiten Satz reihte sich ein verschlagener Aufschlag an den anderen. Dieses Fehlverhalten musste für das Aufeinandertreffen mit dem Lichtensteiner Nachwuchs dringend minimiert werden.

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Vor Wochenfrist gelang den Chemnitzerinnen bereits das Kunststück, die 2. Damenvertretung des SSV Lichtenstein in deren Halle mit 3:0 zu bezwingen. Nun galt es, dieses Ergebnis zu bestätigen und auch vor heimischen Publikum als Sieger vom Feld zu gehen. Aufgrund ihrer Krankheit nahm Andrea zunächst neben dem Co-Trainer auf der Bank Platz, so dass die Startaufstellung die gleiche wie im vorhergehenden Spiel war, bis auf den Tausch im Zuspiel, welches Caro übernahm. Die jungen Damen aus Lichtenstein machten von Beginn an klar, dass sie den Kampf um die vorderen Tabellenplätze noch nicht aufgegeben haben. Mit starken Aufschlägen und gutem Block-Abwehrverhalten setzten sich die Gäste Punkt um Punkt ab. Zu diesem Zeitpunkt lahmte das Chemnitzer Angriffspiel zusehends und es konnten nur wenige Punkte erzwungen werden. Beim Stand von 12:17 wurde die engagierte Angelika durch Andrea ersetzt. Dieser Wechsel zeigte Wirkung. Zum einen war das eigene Team kaum wiederzuerkennen und zum anderen schien der Gegner in der Folgezeit sichtlich gehemmt. Durch kluge Angriffsaktionen und druckvolle Aufschläge konnte der Bock noch umgestoßen werden und so blieb der erste Satz mit 25:20 in Chemnitz.

Im zweiten Satz nahm Andrea wieder auf der Bank Platz und Angelika schien sich einiges abgeschaut zu haben. Auf einmal fanden Aufschläge und Angriffe immer wieder Lücken im Lichtensteiner Spiel. Wackelten im ersten Satz noch häufiger Annahme und Abwehr, überzeugten Anita, Anna und Co. in der Folgezeit durch souveränes Spiel. So konnte Zuspielerin Caro variabel Regie führen. Wie bereits im ersten Spiel konnten sich wiederholt die stark aufspielenden Mittelangreifer auszeichnen. Doch deren Pendant auf der Gegenseite hatte ebenfalls starke Aktionen. Besonders Lea Spitzenberger machte dem Chemnitzer Abwehrriegel mit ihrer immensen Abschlaghöhe einige Sorgen. Letztlich schafften es die Chemnitzer Damen den Satz mit 25:19 einzutüten. Der dritte Satz sollte nur noch Formsache sein und so sah es zunächst auch aus. Über die Stationen 5:4 und 11:8 verlief alles nach Plan. Doch irgendwann ließ die Konzentration nach und der Gegner nutzte diese Schwäche konsequent aus. Mit 23:25 setzten sich die jungen Frauen aus Lichtenstein durch. Im vierten Satz sollte es jetzt klappen. Wie die sprichwörtliche Feuerwehr legte die Heimmannschaft los und ließ dem Gegner kaum Zeit zum Luftholen. Beim Stand von 15:8 war der Sieg bereits fest eingeplant. Doch hier hatte man die Rechnung ohne die Lichtensteiner Zuspielerin Cora Müller gemacht. Bis zum 15:15 servierte sie hervorragend und stellte die Chemnitzer Annahme auf eine harte Probe. Letztlich wollten sich die routinierten Chemnitzerinnen allerdings nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und zogen mit einer Mischung aus Willen und Können den Satz mit 25:20 und das Spiel mit 3:1 zu ihren Gunsten zu Ende.

Der Jubel war groß und nach Übermittlung der Ergebnisse aus Schildau der zweite Tabellenplatz erreicht. Nach diesem Spiel fällt es schwer, eine Spielerin besonders hervorzuheben: Anita und Andrea spielten trotz gesundheitlicher Probleme und boten eine Leistung dar, als wäre nix gewesen. Kapitän Anna überzeugte wie gewohnt durch Einsatz und Beweglichkeit. Angelika wusste, ihre Chance zu nutzen und fand immer besser ins Spiel. Die Mitte wurde ungewohnt häufig eingesetzt und stellte den Gegner meist vor unlösbare Aufgaben. Zuspielerin Caro zeigte sich agil und antizipationsstark auch bei härtesten Angriffen des Gegners. Und Franzi konnte durch Raffinesse und Cleverness immer wieder zu Punkten kommen. Den Lichtensteiner Damen wünschen wir maximale Erfolge bei den bevorstehenden Jugendmeisterschaften und mit ein wenig Eigennutz ebenfalls für die kommenden Spiele in der Sachsenklasse. Auch dem TSV Rackwitz wünschen wir eine erfolgreiche Zeit, auch wenn diese voraussichtlich einen Abstecher in die starke Bezirksliga Leipzig mit sich bringt.

Da sich die Damen für diese Saison aus der Schlossteichhalle verabschieden, möchte sich das Team herzlich bedanken bei: Jacqueline, Heike, Peter und Peter für den reibungslosen Ablauf unserer Heimspieltage und der Bereitstellung einer tadellosen Spielstätte. “Lutz” – unserem Star-Carterer und inoffiziellem Bier-Dealer. Fotograf Stefan, der uns alle noch ganz groß rausbringt. Und zu guter letzt bei all den Zuschauern, die uns dieses Jahr unterstützt haben (in Auszügen: Ecki, Gabi, Jürgen und Oma Brigitte; Rico, Kathi, Kati, Aileen, Linda, Marco, Roy, Dave, Jula, Andrea, Sandra, Robert, Manja, Felix, Beni, Daniel, Ronny, Buschi, Heike, Micha, Maria, Raik, Heiko, Uwe, Alex, Sina, Stef, Marian, Jörg, Jessi, Sebastian, Anke, Ken, Polly, Lene und die vielen Personen, deren Namen mir nicht bekannt oder entfallen sind – ich bitte um Nachsicht…).

Für die Damen der SG Adelsberg geht es am 12.03. zur Lok aus Leipzig. Das Team aus dem Leipziger Nordosten wird sicher alles daran setzen, das Hinspiel Ergebnis nicht zu wiederholen. Eine Woche später steht das letzte Spiel beim 1. VV Freiberg vor der Tür. Die Freibergerinnen stecken mitten im Abstiegskampf und haben sicherlich nicht vor, Geschenke zu verteilen. Für Spannung ist also bis zur letzten Saisonminute gesorgt. Seid dabei uns unterstützt uns…

geschrieben von: Hendrik

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