Gedämpfte Weihnachtsstimmung in der Landeshauptstadt

Am vergangenen Samstag stand das letzte Spiel des Kalenderjahres für die Damen I der SG Adelsberg in Dresden auf dem Programm. Gegner waren jedoch nicht die bekannten Gesichter der Damen vom DSC II oder MoMi, sondern die 2. Damenvertretung des Dresdner SSV. Als große Unbekannte in die Saison gestartet, zeichnet sich das Team bisher vor allem durch eins aus: Tiebreaks. Im ersten Spiel des Tages wurde dieser „Fluch“ bereits gebrochen und das Tabellenschlusslicht aus Grimma mit einem klaren 3:0 in die Weihnachtspause geschickt.

Die Damen aus Chemnitz wollten sich besser aus der Affäre ziehen und hatten sich vorgenommen an die ersten drei und keinesfalls an den vierten Satz aus der Partie gegen Engelsdorf anzuknüpfen. So viel sei vorweggenommen, das gesamte Match war letztlich eher eine Mischung aus beiden Komponenten. Den ersten Satz begannen die Gäste mit Babsi (Z), Yvonne (MB), Anne (MB), Julia (D), Nici (AA), Juli (AA) und Anita (L). Im Satzverlauf kamen Manu (AA) und Tabea (D) zu Einsätzen und brachten frischen Wind aufs Parket. Der Satzbeginn ging klar an die SGA, schnell erspielte man sich einen Vorsprung, der eigentlich Sicherheit bringen sollte. Allerdings hatte der Gastgeber etwas dagegen und setzte durch starke Aufschläge und ein variables Angriffsspiel einige Ausrufezeichen. Diesen Aktionen hatten die Gäste wenig entgegenzusetzen und so zog der Gegner Punkt um Punkt davon. Mit 17:25 ging der erste Spielabschnitt verloren. Gleiches gilt für den zweiten Durchgang. Copy & Paste Satz 1 und der geneigte Leser weiß, wie es ablief.
Satz drei drohte zeitweise noch deutlicher an die Gastgeberinnen zu gehen. Doch durch starke Mittelangriffe, effektive Aufschläge und eine verbesserte Feldabwehr schafften die Adelsbergerinnen eine kleine Aufholjagd. Diese änderte nichts daran, dass auch dieser Satz verloren ging. 19:25 und 0:3 aus Sicht der Gäste. Keine Punkte und ein echter Stimmungsdämpfer so kurz vorm Weihnachtsfest.

Tabea (#12) und Anne (#11) beim Doppelblock. Hier gibt es weitere Bilder vom Spielverlauf.

An diesem Tag schien das Team aus Chemnitz erstmals chancenlos in der laufenden Saison. Die körperlich überlegenen Dresdnerinnen verstanden es, klug die Schwächen des Gegners auszunutzen. Starke Aufschläge ließen die Annahme wackeln, Block und Abwehr machten Punkte über die Außenpositionen fast unmöglich und zu guter Letzt agierten die SSV`ler sehr variabel im eigenen Angriffsspiel.
Aus Adelsberger Sicht ist jedoch keine Resignation zu erwarten. Der personelle Aderlass im Sommer und im Laufe der Vorsaison war quantitativ und qualitativ sehr prägend. Das Team steckt in einer Findungsphase und präsentiert sich oft mit verschiedenen Gesichtern. Es gibt Phasen, da wird souverän angenommen und abgewehrt. Als Folge dessen, kann das Zuspiel variabel agieren und die Angreiferinnen schaffen es, Punkte zu erzielen. Besonders über Mitte wird hier deutlich, dass nur wenige Gegner in der Lage sind dauerhaft in Block und Abwehr ein Mittel gegen Yvonne und Anne zu finden. Doch diesen euphorischen Phasen folgen oftmals Abschnitte, in denen das gesamte Team in eine Art Lethargie verfällt. Die Annahme gerät ins Wanken, in der Abwehr kollidieren regelmäßig Spielerinnen und der Ball fällt zu Boden, Aufschläge treffen die untere Netzkante oder werden als „Freundschaftsanfrage“ an den Gegner formuliert und im Zuspiel und Angriff fehlt die nötige Präzision und Kaltschnäuzigkeit. Diese Phasen müssen verkürzt oder am besten vermieden werden. Physisch wird man dem Gegner öfter unterlegen sein, darum gilt es, das eigene Spiel fehlerfrei zu gestalten. Nur so ist ein Sprung in gesicherte Tabellenregionen möglich.

Die Mädels der SG Adelsberg werden daran arbeiten und haben dafür bis zum 28.01.2018 Zeit. Dann steht der zweite Heimspieltag der Saison an und die Teams vom SSV Fortschritt Lichtenstein II und SV Motor Mickten sind zu Gast in der Sporthalle des Sportgymnasiums Chemnitz. Die SG Adelsberg I nebst Trainer und Co-Trainer wünschen allen ein frohes Fest und einen guten Start ins neue Jahr. In diesem Sinne:
Mensch Meier!!!